Kontakt

Nimm Kontakt auf

Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Ortsgruppe Lilienthal e.V. findest du hier .

Kontakt-Icon

Kontakt

Du hast Fragen, Kommentare oder Feedback – tritt mit uns in Kontakt .

Newsletter-Icon

Newsletter

Melde dich zu unserem Newsletter an!

OG, Erste-Hilfe, Katastrophenschutz / Öffentliche Gefahrenabwehr, Sanitätswesen, Sonstiges, Presse

Trainieren für den Ernstfall

Veröffentlicht: 07.10.2026
Autor: Stefanie Meyer-Priewe
Zusammenspiel aus DRK und DLRG

DLRG Ortsgruppe Lilienthal bei Katastrophenschutzübung in Schiffdorf

Ein ganzes Wochenende fand in Schiffdorf eine Katastrophenschutzübung mit rund 120 Einsatzkräften von DLRG und DRK statt. 


Auch die Lilienthaler DLRG-Ortsgruppe nahm mit sechs Einsatzkräften als Betreuungs- und Leitstaffel teil. Darüber hinaus war ein Lilienthaler Einsatztaucher in die Unterwassersuche eingebunden.
Die Übung beginnt - Blaulicht auf der Autobahn 
Die Anreise der Ehrenamtlichen erfolgte am Freitag in Kolonnen und spätestens auf der Autobahn A27 waren die Blaulichtkolonnen in Richtung Schiffdorf nicht mehr zu übersehen. Für die Einsatzkräfte wurde durch das DRK als Unterkunft der sogenannte Bereitstellungsraum in einer Schule in Schiffdorf eingerichtet.  

Ein erstes Bild von oben

Der Samstag startete insbesondere für den Bereich der Fernerkundung sehr früh morgens. Bereits ab 7 Uhr erkundeten sie mittels ihrer Drohnen die Region, um insbesondere Höhenmodelle der betroffenen Bereiche zu erstellen. Mit dem Ziel: Welche Gebiete sind am stärksten gefährdet? Die gewonnenen Daten dienten als Grundlage für die Priorisierung der Evakuierungen und somit dem Einsatz der Kräfte.

Von Wasser umzingelt

Bereits kurz danach ging es für die weiteren Hilfskräfte in den Einsatz. Zu dem beeindruckendsten Szenario gehörte eine simulierte Hochwasserlage auf der Lohne. Auf einem Ponton war ein Hausdach aufgebaut worden. Vom Wasser der Lohne umschlossen vermittelte dieses Dach den Eindruck eines vom Hochwasser eingeschlossenen Gebäudes. Von diesem Dach mussten Personen gerettet werden. Zur Rettung der betroffenen Personen, die von Freiwilligen dargestellt wurden, bauten die Hilfskräfte mit ihrem Boot quasi einen Pendelverkehr auf, um diese sicher an Land zu bringen. Einige der Darsteller mimten bereits durchnässte oder sogar unterkühlte Personen oder sprangen unvermittelt in das Wasser aufgrund der nahenden Rettung. Kurzzeitig wurde zusätzlich nach einer vermissten Person gesucht und vorsorglich eine Drohne angefordert. Die Lage konnte jedoch schnell aufgeklärt werden, da keine Person fehlte.


Registrierung – nicht nur Statistik

Nach ihrer Rettung wurden die Betroffenen zu einen Betreuungsstützpunkt befördert. Dort übernahmen weitere Einsatzkräfte neben der Registrierung insbesondere die Betreuung und Versorgung der Geretteten. Hier waren vornehmlich die Lilienthaler Einsatzkräfte eingebunden. 
Wenngleich der Auftrag „Registrierung“ von Personen als unspektakulär empfunden werden kann, gehört dies zu den elementaren Aufgaben im Katastrophenschutz. Menschen, die evakuiert werden, benötigen Schutz und Verpflegung und müssen erfahren können, wo ihre Angehörigen untergebracht worden sind. Zu dem gehört auch die Organisation der Versorgung von möglichen Verletzungen und Unterkühlungen dazu. Je strukturierter die Registrierung erfolgt, desto schneller können hinterher Betroffene wieder zusammenfinden. 


Tränen und Panik – Ohne Verletztendarsteller geht es nicht

Die Betroffenen- und Verletztendarsteller spielten ihre Rollen sehr realistisch.  U.a. wurde eine Frau mit sehr starken Schocksymptomen und panischer Angst vor weiter steigenden Wassermassen zum Betreuungsstützpunkt gebracht. Sie spielte ihre Rolle äußerst überzeugend. Die Tränen standen ihr in den Augen und durch die Panik und Angst war sie klitschnass geschwitzt. Selbst erfahrene Einsatzkräfte konnten dabei vergessen, dass sie sich in einem Übungsszenario befanden. Solche Darstellungen dienen insbesondere dem Zweck, dass sie die Einsatzkräfte auf die psychischen Belastungen durch die betroffenen Menschen vorzubereiten.


Chaosphase – Entscheidungen unter Druck

Im weiteren Verlauf der Übung mussten auch von der Lilienthaler Ortsgruppe mehrere Einsatzlagen gleichzeitig bewältigt werden. Galt es eben noch Personen aus einem Gefahrenbereich zu evakuieren, erweiterte sich das Szenario binnen kurzer Zeit auf die Rettung von Menschen und Tieren sowie der Versorgung von mehreren Verletzten.  Schnell mussten die Einsatzkräfte die Lage erkennen und Prioritäten setzen, damit die vorhandenen Ressourcen dem Engpass entsprechend zielgerichtet eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt stand dabei die Bewältigung der sogenannte „Chaosphase“ einer Großschadenslage, in die zahlreichen Ereignisse parallel auftreten und die Anzahl der Einsatzkräfte erheblich übersteigen.


Einsatz unter Wasser

Parallel zu den Szenarien an Land und auf dem Wasser waren die Einsatztaucher im Einsatz. Unter nahezu null Sicht suchten sie nach einem versunkenen Fahrzeug und vermissten Insassen. Während das Fahrzeug schnell lokalisiert werden konnte, gestaltete sich die Suche nach der vermissten Person, einem eingesetzten Dummy, deutlich schwieriger. Doch trotz widriger Umstände konnte dieser am Ende geborgen wurde.


Ohne Logistik geht es nicht

Neben den Einsatzszenarien in den Evakuierungsgebieten wurden die logistischen Abläufe intensiv geübt. Das DRK stellte u.a. die Verpflegung aller Beteiligten sicher. Auch die Aspekte der Kraftstoffversorgung, Elektrifizierung von Fahrzeugen, Stromerzeugung sind Bestandteile einer Großübung. Bereits in der ersten Nacht zeigte sich die Bedeutung einer funktionierenden Logistik, als zusätzlicher Diesel für einen Generator organisiert werden musste.

Resumée

Nach drei intensiven Tagen endete die Übung am Sonntag mit der geordneten Abreise der Einsatzkräfte. Für die DLRG-Ortsgruppe Lilienthal zeigte die Veranstaltung erneut, wie wichtig regelmäßige und realitätsnahe Übungen für einen funktionierenden Katastrophenschutz sind. Die Erfahrungen aus den Übungen stärken nicht nur die eigene Einsatzfähigkeit, sondern auch die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Letzten Endes beginnt ein erfolgreicher Katastrophenschutz lange vor dem eigentlichen Einsatz.

Diese Website benutzt Cookies.

Diese Webseite nutzt Tracking-Technologie, um die Zahl der Besucher zu ermitteln und um unser Angebot stetig verbessern zu können.

Wesentlich

Statistik

Marketing

Die Auswahl (auch die Ablehnung) wird dauerhaft gespeichert. Über die Datenschutzseite lässt sich die Auswahl zurücksetzen.