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Katastrophenschutz / Öffentliche Gefahrenabwehr, Veranstaltungen, Sanitätswesen, Sonstiges, Presse

DLRG trainiert für den Ernstfall

Veröffentlicht: 20.04.2026
Autor: Stefanie Meyer-Priewe

Jahrhundert-Orkan tobt in Cuxhaven

Eine großangelegte Katastrophenschutzübung fand im Anfang April in Cuxhaven statt. Es wurden multikomplexe Schadenslagen als Folge eines Jahrhundert-Orkans simuliert. Rund 100 Einsatzkräfte der DLRG aus dem Bezirk Cuxhaven Osterholz trainierten an diesem Tag für den Ernstfall. Auch die Lilienthaler DLRG war mit 11 Mitgliedern des Fachbereichs Katastrophenschutz dabei.
Die Übung stellte hohe Anforderungen an die beteiligten Kräfte. Verschiedenste parallele Einsatzszenarien erforderten hohe Kompetenzen des Wasserrettungszuges Cuxhaven Osterholz und den weiteren involvierten Organisationen wie z.B. THW, Havariekommando, Feuerwehr. Kein Wunder also, dass auch Besucher aus Politik und Verwaltung an dieser Übung interessiert als Zuschauer teilnahmen. 
Für ein realistisches Übungsbild sorgten u.a. Laiendarsteller als sogenannte Mimen. Sie waren bereits am frühen Morgen angereist und wurden in ihre Rollen eingewiesen. Von der jungen Teenie-Mama mit Säugling bis hin zu schwer verletzten Personen mit Amputationsverletzung war alles dabei. Weitere Helfer sorgten bei den Mimen mit einer entsprechenden Maske für eine sehr realistischen Unfalldarstellung.  Dadurch bot sich für die Einsatzkräfte vor Ort jeweils ein sehr realistisches Szenario.
Bereits im Vorfeld hatte sich die Ortsgruppe Lilienthal auf den Einsatz vorbereitet. Der DLRG Einsatzbus wurde mit umfangreichem Material beladen, Checklisten halfen dabei, nichts dem Zufall zu überlassen. Der Voralarm zur Übung ging bei allen Beteiligten bereits am Vorabend ein – er war auf den Smartphones bei keinem zu überhören. Kurz darauf folgte der Marschbefehl.
Samstag früh um 6.00 Uhr morgens starteten unsere Lilienthaler Einsatzkräfte. Gegen 7.00 Uhr trafen sie sich mit weiteren Kräften am Sammelpunkt, um anschließend geschlossen als Kolonne Richtung Cuxhaven aufzubrechen.
Nach einer kurzen Stärkung rückten die ersten Einheiten bereits aus. Die simulierten Szenarien waren vielfältig und erfolgten parallel. Rettungstaucher, begleitet von ihren Leinenführern, suchten im Hafenbecken des Cuxhavener Fischereihafens nach einem versunkenen Pkw mit Dummy als Fahrer. Kein leichter Einsatz bei einer Sicht von unter 20cm. Patrouillierende Sonarboote begleiteten die Suche, während am Kai bereits ein Kran zur Bergung des Fahrzeugs sowie ein Krankentransportwagen bereitstanden.
Parallel folgten weitere Einsatzlagen: Durch die extremen Windböen waren drei Boote in schwere Lage geraten. 14 Personen waren via Taucherleiter und fünf bis sechsmaligen Pendelverkehr bereits von der Betreuungstransport und -leitstaffel übernommen und versorgt worden. Im Yachthafen musste noch eine schwer verletzte Person übergeben werden, die eine Amputationsverletzung aufwies. Diese musste schnellstmöglich zum Krankenhaus transportiert werden. 
Am Bauhafen der Kugelbake unterstützten indessen DLRG Einsatzkräfte gemeinsam mit THW, NLWKN und dem Havariekommando die Bewältigung eines simulierten Ölunfalls nach einer Schiffskollision. Neben dem Einsatz von Drohnen für die zusätzliche Lagebeurteilung von oben, dienten sogenannte Ölmops  dem Auffangen des auf dem Meer treibenden Öls.
Auch die Strömungsretter waren an diesem Tag im Einsatz: Mithilfe von Seiltechnik führten sie eine Schräghangrettung durch, um eine verletzte Person vom Hafenmobilkran sicher abzuseilen. Die Vielzahl der Einsatzmeldungen ließ kaum Pausen zu – für alle beteiligten Einsatzkräfte ein intensiver Tag und es waren noch viele weitere Szenarien, die an diesem Tag bewältig wurden.
Gegen 14.30 Uhr rückten alle Einheiten in der Zentrale zur gemeinsamen Nachbesprechung ein. Das Fazit fiel eindeutig aus: Die jeweiligen Übungen waren sehr anspruchsvoll und dennoch sehr lehrreich und erfolgreich. Alle Beteiligten zeigten sich zufrieden mit den eigenen Leistungen und der Zusammenarbeit der Organisationen.

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